Online erfolgreich mit Mülltonnenboxen: geht das?

In den letzten Jahren sprießen Online-Shops regelrecht aus dem Boden. Das betrifft nicht nur große, etablierte Anbieter, die eine Vielzahl von Produkten anbieten – nein, auch immer mehr kleine Shops wagen den Schritt ins Netz. Zu Recht, denn Nischenanbieter sind Amazon und Co. oft einen großen Schritt voraus, wenn es um guten Kundenservice geht. Wir sind auf einen Shop für Mülltonnenboxen aufmerksam geworden, der als bodenständiger MIttelständler durch Montageservice und guten Service glänzt.

Der Anbieter Lieken Metall Design betreibt aber nicht nur eine Plattform, sondern verteilt gleich mehrere Arten von Metallobjekten über verschiedene Shops. Während die Firmenseite lieken-metall-design.de einen Überblick über die verschiedenen Produktkategorien gibt, finden sich weitere Shops für Terrassenüberdachungen, Metallcarports und Mülltonnenboxen. Manch einer mag sich Fragen: Online erfolgreich mit Mülltonnenboxen – geht das überhaupt?

Der Shop des Betreibers, lmd24.de, erbringt den Beweis. Klar ist, wer ein Haus baut, kann mit einer Mülltonnenbox seine Einfahrt deutlich verschönern. Dabei stehen unterschiedlichste Materialien zur Auswahl, doch letztlich ist es egal, ob Kunden sich für eine Mülltonnenbox Metall, Mülltonnenbox Beton oder eine Mischvariante verschiedener Materialien entscheiden. Der Zweck ist bei allen Modellen der selbe, entschieden werden kann also nach dem vorhandenen Budget und individuellen Geschmack.

Die Expansion des Anbieters über verschiedene Shops und die Tatsache, dass die Shops zum Teil bereits seit mehreren Jahren bestehen deuten auf den Erfolg der eigeschlagenen digitalen Markenstrategie hin.

 

Sportmarken – Das Duell von Nike, Adidas & Puma

Die Fußball Weltmeisterschaft 2014 geht in die heiße Phase. Während Millionen Menschen in bunten Trikots vor ihren TV Geräten und in den Stadien mit ihren Helden mitfiebern, sind es vor allem auch die Sportmarken die hier um den Sieg buhlen.

Die Sponsoren
Wie auch schon in den letzten Jahren sind es auch dieses mal wieder die 3 führenden Sportmarken Nike, adidas und Puma, die als Hauptsponsoren der Mannschaften und mit immer neuen, bunteren und funktionalen Sportartikeln Furore machen. Nike, die weltweit führende Sportmarke (Jahresumsatz 2011 ca. 20,9 Mrd. US Dollar) stattet in diesem Jahr 10 der 32 Mannschaften aus. Unter anderem auch die Gastgeber Brasilien, England und die USA.
Adidas (14,5 Mrd. € Jahresumsatz), der offizielle Sponsor der FIFA stellt sowohl Bälle wie auch die Kleidung der Schiedsrichter und der Balljungen und sponsert außerdem 9 der Mannschaften. Unter anderem auch unsere Nationalmannschaft. Weiter 8 Mannschaften werden von Puma gesponsert. Mit knapp 3 Milliarden Euro Jahresumsatz ist Puma die drittgrößte Sportmarke weltweit.

Werbestrategien
Wie auch schon 2010 haben die Sportmarken sich größtenteils auf den Online-Markt fokussiert. So haben Nike und adidas auch in diesem Jahr keine Kosten und Mühen gescheut und Fußballstars wie Ronaldo, Neymar, Rooney und Ibrahimovic für ihre WM-Werbeclips gewonnen. Unter dem Slogan „Risk Everything“ lässt Nike Spitzenspieler wie Neymar, Luiz und Ibrahimovic in animierter Vision gegen ihre eigenen Klone antreten. Natürlich in kompletter Nike-Montur. Mit Erfolg, das lustige Video wurde auf YouTube über 61 Millionen mal geclickt. Dieser erfolgreiche Clip trägt dazu bei, dass Nike seine Fan-Trikots für 85€ an die Leute bringen kann.

Adidas hingegen hat mit ihrer Kampange „All in or nothing“ einer regelrechten Shitstorm ausgelöst. Das deutsche Unternehmen zeigte diverse Spieler mit blutigen Herzen in den Händen. Ganz nach dem Motto „Für die WM gebe ich mein Herz.“ Das diese Herzen allerdings von echten Rindern stammten und der Tod unschuldiger Tiere für Werbestrategien genutzt wurde kam bei der Bevölkerung und vor allem bei Tierschutzorganisationen nicht gut an.

Klarer Sieg für Nike!

Wir haben noch weitere spannenden Artikel zum Thema Markenpositionierung für euch.

Die Kommerzialisierung des Profifußballs– ein lukratives Geschäft

In jedem Bereich unserer Alltages stoßen wir auf die verschiedensten Arten von Werbung. Nicht mehr nur im Fernsehen, in Zeitungen oder auf Reklametafeln werden uns Marken und deren Produkte nahezu aufgedrängt – nein, seit einigen Jahren werden zunehmend auch die von ideellen Werten geprägten Bereiche unserer Gesellschaft von verschiedensten Vermarktungsstrategien beeinflusst. Traditionelle Werbestrategien sind zu einer Zeit in der Wettbewerbsdruck und Kommerz den Alltag jedes Unternehmen bestimmen, nicht mehr effizient. Besonders im Sport dies immer deutlicher. Grundsätzlichen Aspekte und Traditionen rücken durch eine zunehmende Kommerzialisierung immer weiter in den Hintergrund. Vorangehendes Beispiel einer verwirtschaftlichen Sportart ist der Fußball.

Dem Wettbewerbsdruck standhalten

 Da der Zuschuss an öffentlichen Geldern für Vereine kaum ausreicht, um die hohen Kosten im Profifußball zu decken, sehen sich die Verantwortlichen gezwungen, Sponsoren an Land zu ziehen. Innovative Einnahmequellen müssen geschlossen werden, um im Wettbewerb mithalten und somit weiterhin attraktiven Fußball bieten zu können. Der Grad zwischen dem Verlust der Tradition und dem wirtschaftlichen Erfolg ist für Vereine dabei schmal. Groß ist hingegen die Kritik und der Protest der Fans gegen eine zunehmende Kommerzialisierung ihres Sports.

Stadionsponsoring

Doch genau in dieser Abhängigkeit der Vereine, sehen Unternehmen ihre Chance, sich durch individuelle und außergewöhnliche Vermarktungsstrategien von der Konkurrenz abzugrenzen. Betritt man ein Stadion, wird sich kaum noch ein Bereich finden, der nicht der Kommerzialisierung zum Opfer gefallen ist. Selbst Standardsituationen oder Spieler, tragen heute den Namen einer Marke bzw. werden von dieser präsentiert.

Zunehmende Popularität erhält seit einigen Jahren vor allem aber die Vergabe der Namensrechte von Sportstätten an zahlungswillige Investoren. Der Verkauf des Stadionnamens ist einer der wichtigsten Bestandteile der Finanzierungskonzepte von Vereinen und ein Millionengeschäft für Eigentümer der Sportstätte, sowie Sponsoren. So bezieht zum Beispiel der FC Bayern München für den Verkauf der Namensrechte an den Versicherungskonzern Allianz, innerhalb von 15 Jahren einen Betrag von 90 Millionen Euro. Im Gegenzug erhält die Allianz die Möglichkeit, die eigene Marke erlebbar zu machen, eine breite Masse zu erreichen und sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Eine perfekte Möglichkeit um eine schnelle und vor allem nachhaltige Steigerung der Bekanntheit zu erreichen.

Sportkommerzialisierung ein notwendiges Übel

Markenkommunikation bestimmt somit zunehmend das Fußballbusiness und lässt Traditionen und ideelle Werte im Hintergrund verschwinden. Um dem Wettbewerbsdruck im Profifußball jedoch standhalten zu können, lässt sich eine Überlagerung des sportlichen durch wirtschaftliche Faktoren nicht mehr vermeiden.

Auch die derzeitige Fußball-WM in Brasilien bleibt von einer Kommerzialisierung natürlich nicht verschont.  Hier rücken jedoch vor allem die Sportartikel-Hersteller in den Vordergrund, die durch verschiedenste Werbestrategien ganz besonders auf sich Aufmerksam machen wollen. Mehr Infos zum Thema Sport-Marken im Profifußball findet ihr im nächsten Artikel.

E-Commerce – Was ist das?

Die ganze Welt spricht über den Boom von E-Commerce. Amazon will bald mit Dronen Pakete ausliefern und ab  dem 14. Juni muss der Verbraucher laut EU-Recht die Rücksendung selber zahlen. Das sind die aktuellen Themen die dieses Business beschäftigen. Aber ist E-Commerce gleich E-Commerce? Wir haben uns dem Thema gewidmet und mal differenziert welche Geschäftsmodelle es überhaupt in diesem Bereich gibt.

Aber eins nach dem anderen. E-Commerce steht für Electronic Commerce, für alle die mit dem englischen Begriff nicht soviel anfangen können, im deutschen bedeutet es soviel wie elektronische Geschäftsabwicklung. Im klassischen Sinn bedeutete es das Kauf und Verkauf über elektronische Wege.

Das E-Commerce boomt, belegen die Zahlen des HDE (Handelsverband Deutschland). Seit 1999 ist die Zahl der Umsätze von 1,25 Milliarden auf 33,10 Milliarden im Jahr 2013 gestiegen. Das Entspricht also einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 23,46%.

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E-Commerce Quelle: www.wamada.com

Dass auch in Zukunft der deutsche Markt weiter wachsen wird, bestätigt ebenfalls eine Studie der Unternehmungsberatung A.T. Kaerney die anhand von Marktattraktivität, Verbraucherverhalten, Infrastruktur und Wachstumspotential eine jährliche Steigerung von 12% bis 2017 hervorsehen. Somit mehr Wachstum als jedes andere europäische Land in dieser Zeit.

Aber nun Schluss mit den Zahlen. Widmen wir uns dem eigentlichen Thema was E-Commerce letztlich ist und wie es sich unterteilt. Es ist nämlich auch zu einfach zu behaupten, dass alle Internetgeschäfte und Transaktionen die es heutzutage gibt  E-Commerce seien. Eigentlich ist E-Commerce nämlich nur ein Teil des gesamten E-Business, das sich in mehrere Geschäftsfelder unterteilt in denen das Kaufen und Verkaufen nicht mehr unbedingt im Vordergrund steht. Mit dem E-Business sind letztendlich die integrierten Ausführungen aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie gemeint.

E-Commerce ist allerdings auch nicht mehr nur der klassische Online Handel, der von den Zalandos und Amazons dieser Welt betrieben wird. Es geht beim E-Commerce um die Anbahnung, Aushandlung und Abwicklung von geschäftlichen Transaktionen über Netzwerke. Ziel ist es, Kauf- und Geschäftsprozesse zu vereinfachen und abzuwickeln.Es sind also nicht nur materielle Güter die im E-Commerce gehandelt werden, sondern auch immaterielle Güter und Dienstleistungen. Mit immateriellen Gütern sind in diesem Sinne Nutzungsrechte wie z.B. Filme oder Musik gemeint. Der größte Anbieter in diesem Segment wäre wohl Itunes, damit man ungefähr ein Bild vor Augen hat. Auch der Dienstleistungssektor wird innerhalb des E-Commerces immer stärker. Gemeint sind hiermit z.B. Bankdienstleistungen wie Comdirekt oder Diba.

Das 2. Geschäftsmodell im E-Business ist “E-Content”. Hier geht es um die Sammlung, Selektion, Systematisierung, Kompilierung und Bereitstellen über das Internet. Um das nochmal etwas anders zu Formulieren geht es also darum den Verbraucher Inhalte einfach, bequem, visuell ansprechend und online zugänglich zu präsentieren. Gemeint sind damit Zeitungen wie sueddeutsche.de oder Spiegelonline aber und vor allem auch die neuen und permanent präsenten Vergleichsportalen wie Check24 oder billiger.de, die mittlerweile gefühlt in jeder Werbepause auftauchen.

Als 3. Haben wir dann noch das Konzept des “E-Context” hier geht es um die Klassifizierung, Systematisierung und Zusammenführung von verfügbaren Informationen und in Netzwerken. Im Großen und Ganzen geht es also darum, Markttransparenz zu erschaffen und den Suchaufwand zu reduzieren. Also das klassische Suchmaschinenbusiness in denen Google ca. 95 % des Marktes dominiert. Weitere Kandidaten wären noch Bing und Yahoo, wobei ich selber gestehen muss, dass ich mich nur einmal dran erinnern kann, Bing jemals genutzt zu haben und das war als der Werbespott mit Jay-Z auf den Markt kam. Für alle die diese wunderbare Marketingaktion noch nicht mitbekommen haben, haben wir das Video ans Ende dieses Artikels gestellt.

Das 4. und bisher letzte Konzept ist die “E-Connection”. Im gröbsten Sinne organisiert es die Markenkommunikation von Akteuren im Internet. Gemeint sind hier vor allem Social-Media-Netztwerke wie Facebook oder Instagram. Aber auch andere Portale wie Immobilienscout24 oder E-Mail-Anbieter wie GMX fallen in dieses Geschäftsgebiet.

Wie in der Einleitung schon erwähnt, ist E-Commerce also eher E-Business und das Geschäft ist viel genauer unterteilt, als das in der breiten Öffentlichkeit oftmals der Fall ist. Ich hoffe wir konnten euch mit dem Artikel das Geschäftsfeld E-Commerce bzw. E-Business etwas genauer erklären und ihr könnt in Zukunft differenzieren wenn Google, Amazon und Facebook mal wieder über einen Kamm geschoren werden.

Achja und wie versprochen hier der Clip von Bing mit und über Jay-Z.

Bing Jaz-Z – Decode Jay-Z with Bing – Droga5 – New York from Karl Vontz on Vimeo.

Konsumentenverhalten: Advertising can’t bullshit anyone anymore

Früher haben wir uns Werbung angeschaut, um Informationen über Produkte und Marken zu erhalten und manchmal haben wir sogar geglaubt, was uns da erzählt wurde. Die Masse an Werbung, mit der wir mittlerweile tagtäglich konfrontiert werden, wird entweder nicht wahrgenommen bzw. registriert oder bewusst gemieden. Im letzten Jahrzehnt hat sich das Konsumentenverhalten enorm verändert, während Werbung bzw. Markenkommunikation immer noch genauso aussieht wie vor 50 Jahren. Die Geschwindigkeit, mit der sich Informationen dank Internet und Social Media verbreiten lässt die Unternehmen unfreiwillig immer transparenter werden. Der nächste Fauxpas könnte schon zum Shitstorm führen, siehe Primark. In der Doku „The naked Brand“ sprechen Branchenexperten über die Zukunft von Marketing und geben einen interessanten Ausblick auf das, was uns erwarten wird. Es wird nicht mehr reichen Geld in Werbemaßnahmen zu stecken und zu behaupten, dass eine Marke oder ein Produkt gut ist. Vielmehr sollte das Budget in die Produktentwicklung, den Service und in Nachhaltigkeit investiert werden. Umweltverschmutzung, mieser Kundenservice und schlechte Arbeitsbedingungen sind nicht sexy und werden in Zeiten von Onlinebewertungen vom Konsumenten gnadenlos bestraft.

Being an great company is the new brand – Alex Bogusky

Eine wirklich sehenswerte Doku und ein absolutes muss für jeden aus den Branche, vor allem in Hinblick auf die Analyse von Konsumentenverhalten.

“The Naked Brand” Film Premier: Welcome to The Advertising Revolution from iMedia Connection on Vimeo.

via

Yo, Yo! – Markenstrategie für Apps

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Quelle: borsforum.svd.se

Markenstrategie für Apps

Ein Wort sagt mehr als alles andere!? – Yo-App für Smartphones

Am Anfang einer jeden Markenstrategie für Apps, steht die Zielsetzung:  Was soll die App können? wer ist meine Zielgruppe? und welche Bedürfnisse haben die Zielpersonen? Diese und weitere Fragen sollen am Ende den Auftritt einer Marke nicht nur optimieren, sondern auch verbalisieren. Denn im Endeffekt geht es um die Vermarktung und die Kommunikation zwischen dem Produkt und seinen Nutzern.

Der Nutzungskontext

Es gilt die Perspektive des Nutzers einzunehmen und aus dieser heraus eine Plattform-Markenstrategie im Bereich E-Commerce zu entwickeln. Ist die App sinnvoll für alle Endgeräte oder gilt es klar zwischen Tablet und iPhone Usern abzugrenzen? Wer kann die Anwendung im App Store runterladen? All diese Fragen haben Einfluss auf die Umsetzung der App und sind zusätzlich an bestimmte Erfolgsmetriken geknüpft, wie etwa die Verweildauer oder die Frequenz; sprich die Reichweite der App. An diesem Punkt hat ein Thema in letzter Zeit besonders viel Aufmerksamkeit unter den App-Entwicklern erweckt: Die sogenannte „Yo-App“!

Yo, yo!

Hielt man die Yo-App am Tag ihres Erscheinens im App Store noch als lustigen April-Scherz, so entpuppte sich dieser Neuling als brodelnde Trendwelle unter vielen iOS und Android Usern. Doch was bietet die Yo-App ihren Nutzern? Welche Markenstrategie steckt dahinter? Richtig, sie ermöglicht die bislang schnellste und unkomplizierteste Kontaktaufnahme zu anderen Yo-App Usern via eines Klicks. Laut Erfinder, Or Abel, der im Interview mit der New York Times sprach, sei die Yo-App aber viel mehr als nur „[…] eine App, die „Yo“ sagt. „[…] es gehe um kontextbasierte Mitteilungen: Der jeweilige Kontext mache klar, was gemeint sei. So könnten etwa Nachrichtenseiten und Blogs mit einem „Yo“ darauf hinweisen, dass ein neuer Artikel veröffentlicht wurde.“  Angesichts der Fußball-WM schicken die User sich beispielsweise ein „Yo“, wenn ein Tor fällt, so erklärt Abel weiter.

Was sagen die User?

Die Yo-App spaltet die Gesellschaft: Die einen betiteln diese Anwendung als Zeitverschwendung, für andere wiederum sei es eine absolute Vereinfachung der Kommunikation. Hier geht die Markenstrategie der Yo-App auf: Diskussionen sind auf diversen sozialen Blogs und Medien entfacht. Seit der Bekanntgabe, dass ein Investmentfond 1,2 Millionen Dollar für die App geboten hat, wird online über das Erfolgskonzept und die Markenstrategie solch simpel programmierter Anwendungen wild spekuliert.

Das “Yo” der Zukunft?

Doch auch die absoluten Branchen-Kenner können nicht in die Zukunft blicken und vorher bestimmen, welche App zum nächsten Star wird. Man ist sich allerdings bewusst, dass junge Nutzer eine wichtige Zielgruppe für derartige Apps seien. Derzeit kann die App auf 50.000 User zurück blicken, die sich bisher mehr als vier Millionen Mal „Yo“ geschickt haben. Spannend, ob die Yo-App weitere Features auf den Markt bringen wird oder ob es bei einem One-Hit-Wonder bleibt.

Apps laufen heute auf jedem gängigen Smartphone. Die Hersteller versuchen sich vom Wettbewerb abzuheben, indem Sie ihr Gerät als einzigartig darstellen.

Smartphone: Samsungs neue Galaxy S5 Strategie

Galaxy S 5 Water resistant
Eine beworbene Eigenschaft des Galaxy S 5: Der IP65 Standart (Bild: allaboutsamsung.de)

In den letzten 5 Jahren hat besonders eine technologische Errungenschaft den Markt fast überflutet. Das Smartphone. Tech generell ist für die heutigen Generationen von hohem Interesse, jedoch sticht das mobile Telefon mit großem Display besonders hervor. In der Fülle an Geräten wird es somit schwierig, besonderheiten hervorzuheben, zumal sich viele Geräte ähneln – äußerlich wie innerlich. Neben farbigen Akzenten,  proprietären Betriebssystemanpassungen und besonderes Features wie Wasserresistenz, versuchen große Marken wie Samsung, LG, Motorola, Nokia, Sony und HTC vorallem mit der Präsentation ihrer Produkte, Einzigartigkeit darzustellen. In diesem Artikel möchten wir uns daher der Markenkommunikation von Samsung  bezogen auf deren aktuellstes Produkt, das Galaxy S 5, beziehen und hervorheben, ob und wie sich die Produktpräsentation von der anderer Hersteller wirklich unterscheidet.

Samsung – Galaxy S 5

Bei seinem neuesten Sprössling hatte Samsung anfangs zumindest verkündet, etwas von der Lifestyle-basierten Kampagnenform abzuweichen und sich auf die Präsentation des Gerätes an sich zu konzentrieren. Das Galaxy S 5 unterscheidet sich zunächst von den anderen Geräten Galaxy S Reihe durch seine Maße und Austattung (5,1″ Display, Quadcore bzw. Octacore Prozessor).  Die Neuerungen werden im ersten offiziellen Spot auch tatsächlich behandelt. Samsungs Mobile Channel auf Youtube sorgt ebenso mit kurzen Spots zu den einzelen Eigenschaften des Gerätes für eine Fokussierung auf das Gerät selbst. Gleichzeitig muss jedoch gesagt sein, dass die Kurzversionen ebenso wie längere Teilspots sich wieder mehr mit dem Thema Samsung Lifestyle befassen und ich welcher Hinsicht sich das Gerät hier einbettet.

Anhand der Funktionalitäten von Soft- und Harware zeigt sich deutlich, dass sich Samsung mit dem neuen Faggschiff vorgenommen hat, alle Stühle am Smartphone-Tisch zu besetzen. Direkte Konkurrenz zu anderen Geräten, besonders natürlich mit Apples I-Phone, ist sofort zu sehen – jedoch nicht so intensiv, wie es aus älteren Samsung  Spots bekannt ist.

Klar wird, dass sich Samsung vom Präsentationsstil eines Alltagsgerätes, welches das Leben vereinfacht, etwas entfernt hat und nun versucht, Alleinstellungsmerkmale zu untermalen. Dabei ergibt sich jedoch eher eine Regression beziehungsweise Imitation der Werbespots anderer Hersteller, wie beispielsweise HTC mit seinem One M8 oder früherer LG Werbungen.

Generell kann also gefolgert werden, dass es keinen herausragenden Wandel im Kommunikationskonzept Samsungs bezogen auf das neue Smartphone-Flaggschiff gegeben hat. Da Samsung generell eher seine Produkte als die Marke selbst bewirbt, bleiben die Koreaner somit in einer konsequenteten Linie, welche sich generell durch den Smartphonemarkt zu ziehen scheint. Fraglich bleibt hierbei jedoch, ob sich so ein Telefon von der Masse der Konkurrenten wirklich abheben kann. Die Umsätze des S 5 übertreffen die Vorgänger jedoch bei weitem, was natürlich aber auch am Stammplatz liegen kann, welchen sich Samsung über die Jahre am Markt sichern konnte. Somit zeigt sich hier dasselbe Muster, wie bei anderen Produktsparten auch.

Markenpositionierung von bonprix – zwischen C&A und Kik

bonprix Logo
bonprix Logo. Quelle: Wikipedia

“bon prix” – Guter Preis: 1986 als Ableger der Otto Group gegründet, um den aufkommenden Textil-Discountern zu begegnen, ist heute mit 1,3 Mrd. € Umsatz jährich die erfolgreichste Sparte des Konzerns.

Eine langjährige Führungsposition im Bereich “Marketing und Konzernentwicklung” bei Otto, berichtete in einem Vortag von der intern nicht unumstrittenen Einführung der Marke. Einige Vorstandsmitglieder befürchteten etwa Kanabalisierungseffekte gegenüber der Hauptmarke Otto. Das Experiment übertraf schließlich alle Erwartungen und heute schweigen die Kritiker. Doch was machte bonprix binnen weniger Jahre so erfolgreich?

Zur beantwortung dieser Frage richtet sich unser Blick auf Markenpositionierung. Viele Konzern-Chefs sind nach wie vor überzeugt: Ausschlagebend für die Kaufentscheidung ist letzlich der Preis. Auch wenn diese These in einem unübersichtlichen Kleidungs-Markt sicher sehr vereinfacht ist – die Wirkung des Preises hat ohne Zweifel nach wie vor einen hohen Stellenwert. Doch wo liegt eine Jeans von bonprix preislich im Vergleich zu anden Anbietern?

Verglichen wurde der günstigst Online-Preis einer Standard-Damenjeans (Kein Strech, Slim oder Sonderangebote):

  • H&M: 29,99 €
  • C&A: 19,99 €
  • bonprix: 11,99 €
  • Kik: 9,99 €

Das Ergebnis überrascht. Die Jeans bei bonprix kostet nur 2 € mehr als beim Billig-Marktführer Kik. Die Differenzierung zu C&A ist deutlich, H&M ruft fast den dreifachen Preis auf. bonprix positioniert sich preislich damit stärker im Billigsegment als ich vor der Untersuchung angenommen hätte. Solche Preise sind ohne Zweifel nur bei enorm hohen Einkaufsmengen und viel Verhandlungsmacht möglich.

So testet bonprix darüber hinaus bereits vor Saisonbegin die ersten Chargen des neues Sortiments. Dazu werden Testkataloge an ausgewählte Kunden verschickt. Nur 20 % der am häufigsten bestellten Kleidungsstücke gelten als “Renner”. Die Renner werden dann in großen Mengen Produziert, alles andere wird mit Sofortwirkung abbestellt.

Doch was macht die Markenpositionierung noch aus? Zählt wirklich nur der Preis? Fakt ist: Man möchte “jünger” sein als C&A (ü40) ist aber reifer als H&M (u30). Nach dieser Definition ist der typische bonprix Kunde 30-40 Jahre alt. Schaut man sich die aktuellen TV-Spots der Marke mit dem Slogan “bonprix it’s me” an, bleibt außerdem kein Zweifel, dass primär Frauen angesprochen werden sollen.

Wenn ihr mehr über den Einfluss von Werbung auf die Konsumenten erfahren wollt, lest auch unseren Artikel zum Thema Konsumentenverhalten.

Markenkommunikation – was ist das?

Da sich unser Blog dem Thema Markenkommunikation verschrieben hat, sollte zunächst eine Definition Raum für die Ideen rund um dieses Thema schaffen.  Also: Was ist Markenkommuniktion oder dessen englisches Pendant Brand Communication?

Zunächst gilt es, den Grund für eine Markenkommunikation zu erörtern. Wozu ist sie also gut?

Um sich auf dem Markt längerfristig zu etablieren ist es zunächst einmal notwendig, dort überhaupt Fuß zu fassen. Hierfür muss sich eine Marke zunächst der Aufmerksamkeit des Publikums an möglichen Kunden erfreuen, also deren Kaufinteresse wecken. Dies geschieht zum einen über den klassischen Weg der Werbung und PR. Beide Methoden lassen sich online wie offline realisieren und sind für die Kommunikation – in diesem Fall zwischen Produkt und Interessenten – von erheblicher Bedeutung. Die digitale Markenkommunikation ist aufgrund des immer stärker werdenden Sektors des E-Commerce besonders relevant, da sie in einem anderen Preisverhältnis agiert und ein sehr breites Kundensegment erreichen kann.

Marken müssen sozusagen kommunizieren, um ihre Daseinsberechtigung zu erhalten. Ein gelungener Auftakt kann zu festen Wurzeln auf dem Nachfragemarkt führen und so auch längerfristig das Kundensegment von sich überzeugen. Denn letztendlich ist das Ziel der (digitalen) Markenkommunikation das Vertrauen des Kunden in die Qualität des Produktes und in die Firma, die dahinter steht. Die Marke ist folglich das Aushängeschild, das nicht nur für das Produkt, sondern auf lange Sicht auch für das Unternehmen steht.